Imkerverein Wald u. Umgeb. 1929 e. V.

 
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75 - Jahre - Bestehens des Bienenzuchtvereins Wald und Umgebung 1929 e.V.

75 Jahre gemeinsame Interessen und imkerliche Kameradschaft Ehrungen zum Jubiläum/ Würdiger Ehrenabend/ Dank den Erbauern des Lehrbienenstandes/ 1929 Bienenzuchtverein gegründet / 89 Mitglieder derzeit Hetzenbach (rsu) .
"Ich freue mich, dass sie den Weg zu unserer Geburtstagsfeier aus Anlass des nunmehr 75-jährigen Bestehens des Bienenzuchtvereins Wald und Umgebung 1929 e.V. gefunden haben und begrüße sie ganz herzlich", betonte Vorsitzender Werner Biedermann beim Ehrenabend im Vereinslokal Piendl in Hetzenbach. Sein besonderer Gruß galt an diesem Ehrenabend neben den zahlreichen Mitgliedern besonders dem Vorsitzenden der Bayerischen Imkervereinigung Hans Bauer aus Heiligenstadt, dem Kreisvorsitzenden aus Regensburg Josef Bauer, dem Bürgermeister der Gemeinde Wald Hugo Bauer, dem Bürgermeister der Gemeinde Zell Gerhard Hecht und dem Ehrenvorsitzenden des Vereins Hans Stöckl..
Am 5. Mai 1929 wurde der Bienenzuchtverein Wald gegründet, 18 Personen ließen sich eintragen, blendete Biedermann zurück in die Vereinsgeschichte. Der Gedanke zur Gründung lag wohl darin, gemeinsame Interessen zu verfolgen und die imkerliche Kameradschaft zu stärken. Es war sicherlich nicht die gute alte Zeit, so Biedermann weiter, sondern eher eine harte Zeit, um zu überleben. Deshalb versuchte man zusätzliche Einnahmequellen zu finden. Bestimmt wollte man seiner Familie hin und wieder etwas Süsses zukommen lassen, mutmaßte er. Und da waren eben die Bienen das ideale Geschenk. Unsere Gründer freuten sich sicherlich sehr über herrenlose Schwärme, die ihnen zugeflogen sind, obwohl diese Schwarmbienen bestimmt sehr stechlustig waren und mit unseren sanftmütigen heutigen Bienen nichts mehr zu tun haben. Aber jedes Volk bedeutete eine neue Erwerbsquelle ohne finanziellen Aufwand. Der Bienenzuchtverein Wald überdauerte den Krieg ohne Unterbrechung, machte er aufmerksam.
Im Jahre 1979 feierte der Verein sein 50-jähriges Bestehen, leitete der Vorsitzende über, veranschaulicht durch eine Bilderpräsentation am Projektor. Nachdem man stets ohne Vereinsheim war, entstand in der Herbstversammlung am 21. September 1983 der Gedanke, sich einen Lehrbienenstand zu bauen. Maßgeblicher Initiator war der damalige erste Vorstand und jetziger Ehrenvorstand Hans Stöckl, hob der Sprecher hervor.
Dann war es soweit: Das Grundstück stellte die Gemeinde Zell dem verein zur Verfügung. Man erhielt von staatlichen Seiten einen Geldbetrag, aber das alleine hätte jedoch nicht gereicht, mit der Maßnahme zu beginnen. Deshalb mussten auch von Mitgliedern Spenden eingesammelt werden. Außerdem haben sich auch Firmen bereiterklärt, zu sponsern und zu unterstützen. Noch im Herbst gaben einige Mitglieder ihre Zusage zu Eigenleistungen. Man beschaffte sich das Rundholz, das erst noch gefällt werden musste. Nachdem die Genehmigung vom Landratsamt Cham eingegangen war, wurde am 7. April 1984 mit der Rodung begonnen. Einige Eindrücke vom Bau des Bienenstandes wurden bildlich festgehalten, die der Vorsitzende den Anwesenden nicht vorenthalten wollte. Die Mitglieder haben ca. 1800 Stunden für den Aufbau des Lehrbienenstandes geleistet und ihre Freizeit geopfert. Am 16. Mai 1985 war es dann soweit, dass das Bienenhaus den kirchlichen Segen erhalten konnte. Zu diesem Zeitpunkt zählte der Verein 69 Mitglieder.
Der Lehrbienenstand ist ein Gebäude, das nicht nur Bienenvölker beherbergt, so der Vorsitzende. Es wird auch stark besucht durch Schulklassen, Ferienprogramme, Tag der offenen Tür, Anfängerkurse bis hin zum Königinnenzuchtkurs. Aber nicht zuletzt dient die Versammlungsstätte auch um imkerlichen Plausch in bekannter Umgebung zu fröhnen und sich wohl zufühlen. Heute zählt der Verein 89 Mitglieder, ließ Werner Biedermann wissen.
Der Jubiläumsabend bot Anlass, sich bei den Erbauern des Bienenstandes zu bedanken. Es waren dies: Altbürgermeister Alois Hauzenberger, Ehrenvorsitzender Hans Stöckl, Xaver Adlhoch, Leonhard Artmann, Josef Schwarzfischer, Alfons Eindorfer, Karl Hornik, Clemens Bauer, Rudolf Bleicher, Fritz Brombierstäudl, Alois Hofer, Hermann Heimerl, Johann Kotz, Ferdinand Schweiger und Max Weber. "Ihr alle habt damals etwas geschaffen, wovon wir heutigen Mitglieder noch profitieren. Es ist zwar nicht sehr viel, was wir euch zurückgeben können, aber wir wissen, was ihr für den Verein getan habt", ließ Biedermann Worte der Wertschätzung folgen. Mit einem kleinen Präsent bedankte er sich bei jedem einzelnen sehr herzlich.
Besondere Ehrung auch für vier Mitglieder.
Für vier weitere Mitglieder, die den Verein stets unterstützen und mit ihrer Person viel geleistet haben, gab es besondere Ehrungen, beginnend mit Rudi Wanninger. Er ist stets für alle da und man muss nicht nachfragen, ob er Zeit hat um etwas zu tun. Wenns ums Geld geht, muss man jedoch schwer kämpfen, um etwas zu bekommen, meinte er humorvoll vom Kassier Rudi Wanninger, der 15 Jahre dieses Amt schon ausübt und ihm dafür die Ehrennadel in Gold und eine Urkunde überreichte.
Bei der zweiten Person handelt es sich um einen Imker mit langjähriger Erfahrung und vielen Bienenvölkern. Wenn wir eine Königin oder einen Ableger brauchen für Anfänger, dann ist unser Fuchs Max stets bereit zu helfen und auch den Bienenstand zu betreuen. Auch er erhielt die Ehrennadel in Gold neben einer Urkunde.
Auch Josef Schwarzfischer betreut den Bienenstand und gibt Ableger für Jungimker. Wenn wir Feste feiern, wenn wir Schulklassen haben, dann ist er da mit seiner Frau, brachte er es Biedermann auf einen Nenner. Für ihn gab es die Armbruster Medaille in Bronze, eine große Auszeichnung.
Eine ganz besondere Auszeichnung aber wurde dem Ehrenvorsitzenden Hans Stöckl zuteil. Von großen Reden über seine Person hält er nicht viel, sagte Biedermann. Er hat etwas geschaffen, was mit Geld nicht zu bezahlen wäre, fuhr er fort. 15 Jahre hat er den Verein geleitet und viele Mitglieder zu sich gezogen und auch heute noch durch seine Werbung. Er ist der Initiator für den bau des Bienenstandes und er hat viel junge Imker zu dem schönen Hobby geführt, zu den Bienen. Im Namen des Vereins bedankte er sich bei ihm für die geleistete Arbeit mit einer Urkunde und der höchsten Auszeichnung der Bayerischen Imkervereinigung, der Armbrustermedaille in Gold.
Bürgermeister Hugo Bauer dankte für die Einladung zum Ehrenabend und findet es gut, die Ehrungen anlässlich des Jubiläums separat und nicht in einem Festzelt durchzuführen. Ein Kompliment richtete er an die rührige Vorstandschaft. Mit dem Bienenverein ist der Name Hans Stöckl verbunden, sagte er und gratulierte ihm zur Auszeichnung. Auf den Bau des Lehrbienenstandes eingehend erwähnte er auch den Altbürgermeister Hauzenberger, der 1983 mit in der Runde war, wie die Bilder verdeutlichten und für den in seiner Amtszeit der Bienenzuchtverein Wald und Umgebung eine wichtige Rolle spielte. Die Mitglieder des Vereins kommen aus fünf man mit uns leider nicht machen, meinte er Gemeinden, hob er hervor, angefangen von Wald, Zell bis Nittenau, Reichenbach, Walderbach und Bernhardswald. Hugo Bauer dankte den geehrten Mitgliedern für ihr Engagement und wusste ihre Dienste zu würdigen. Dank auch denen, die in den 75 Jahren Verantwortung übernommen haben, sowie an den Vorsitzenden Werner Biedermann im Namen der beiden Gemeinden Wald und Zell.
Vorsitzender Werner Biedermann wollte es auch nicht versäumen, den Vereinswirt Engelbert Piendl einzubinden und ihm Dank zu sagen. Der Bienenzuchtverein ist ein kleiner Verein und wir dürfen stets unsere Veranstaltungen bei ihnen abhalten, wandte er sich an den Bert. Das große Geld kann man bei uns leider nicht machen und trotzdem unterstützen sie das Bienenhaus mit Strom, freute sich der Sprecher. Das Wohlwollen ihrer Frau spiegelt sich in der Tischdekoration des heutigen Abends, ließ er nicht unerwähnt. Eine Urkunde und ein Präsent waren äußeres Zeichen der Wertschätzung. Im vorigen Jahr waren es 30 Jahre, dass meine Frau und ich das Wirtshaus führen. Und dazu gehört auch seit dieser Zeit der Bienenzuchtverein, fasste Engelbert Piendl zusammen.
Inzwischen war auch der Vorsitzende der Bayerischen Imkervereinigung Hans Bauer eingetroffen mit Verspätung. Er fährt zwar in Rumänien herum, aber Hetzenbach war etwas schwierig. Die Bienen haben ein besseres Navigationssystem als er, meinte er humorvoll zur Entschuldigung. Es ist ihm aber eine Ehre, beim 75 jährigen Jubiläum mit dabei zu sein. 75 Jahre sind drei Generationen der es bedarf, den Verein am Leben zu erhalten, fügte er hinzu und gab den hohen Aufwand zu bedenken. Wir sind nicht nur beschäftigt, Königinnen zu züchten, unsere eigentlichen Königinnen sind unsere Frauen, signalisierte er in diesem Zusammenhang.
Es tut uns weh, wenn die Ökoprämien abgeschafft werden, so Bauer, und versprach, sich einzusetzen, die Imker auf dem Lande nicht hängen zu lassen. Zwar sagen alle, wie wichtig der Imker ist, dennoch ist die Unterstützung mangelhaft. Bauer monierte diesbezüglich das Zuschusswesen Staates und rief die Imker auf, sich auf die Hinterbeine zu stellen und Flagge zu zeigen. Wir von der Bayerischen Imkervereinigung werden unser Möglichstes machen, ersicherte er.
Hans Bauer würdigte auch von seiner Seite die Leistungen der Mitglieder und der gehrten und sprach "von einem Balsam auf die Seele eines Menschen, wie ein Löffel Honig". Das schöne an der Imkerei ist, das ein Jahr nicht wie das andere ist, merkte er an, es ist nicht eintönig, es ist immer interessant. Als weiteren Punkt sprach er den Honigverkauf an. "Unser Honig muss noch mehr dargestellt werden, mehr in den Markt gehen, eventuell mit dem Nachbarn zusammen. Wir müssen auch umdenken und neue Wege suchen, gab er zu bedenken, zusammenrücken und nicht dem Kopf in den Sand stecken. Zum Vereinsjubiläum übergab er an den Vorsitzenden Werner Biedermann ein schönes wertvolles Buch. Dieser zeigte sich sehr erfreut und bedankte sich ganz herzlich. Dieses Buch steht auch den Mitgliedern zur Verfügung, fügte er hinzu.
Zum Jubiläum gab es für alle Anwesenden ein Essen und ein Getränk. Mit einem gemütlichen Beisammensein in festlicher Runde wurde dem Anlass gebührend Rechnung getragen.

Fotos Fuchs

Bürgermeister Hugo Bauer Wald,
Vorsitzender des Bienenzuchtverein Wald und Umgebung Werner Biedermann mit Vereinswirt Engelbert Piendl
Die Gehrten mit der hohen Auszeichnung der Armbruster-Medaille mit Urkunden
Die Gehrten, die sich am Bau des Lehrbienenstandes verdient gemacht haben,
Hans Bauer mit dem Vorsitzenden der Walder Imker Werner Biedermann.

 

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