Bienenzuchtverein Edelsfeld

 

Der Oberpfälzer Bienenlehrpfad

Das Bild ist mit Hans Strehl und Elisabeth Weiss, welche die Führungen auf dem Oberpfälzer Bienenlehrpfad begleiten.
Nähere Infos findet man unter
http://www.oberpfaelzer-bienenlehrpfad.de/.

Von Schönlind nach Eberhardsbühl im Landkreis Amberg-Sulzbach führt der 3 km lange Oberpfälzer Bienenlehrpfad.

Auf 170 Schautafeln und vielen weiteren Exponaten erwarten den Besucher nicht nur zu den Honigbienen sondern auch zu Wildbienen, Hummeln, Hornissen, Wespen und Waldameisen detaillierte Informationen und ausführliche Erklärungen.

Der in seiner Größe und Ausführlichkeit wohl einmalige Lehrpfad in Bayern ist ein Projekt des Bienenzuchtvereins Edelsfeld. Vereinsmitglied Alexander Titz konnte hier seine Vision einer umfassenden Darstellung von bei uns heimischen, staatenbildenden Hautflügler - Insekten in die Tat umsetzen. Und in der Tat, die auch für den sachfremden Naturliebhaber verständliche Darstellung ist bei einem ersten Durchgang ob seiner Fülle an Informationen kaum mehr fassbar. Der Imkerverein Edelsfeld hat die Ideen und Pläne seines Mitglieds Titz in die Tat umgesetzt. Auch wenn der Verein, der unter seinem Vorstand Hans Strehl seit der Gründung vor 10 Jahren auf rd. 320 Mitglieder angewachsen ist, große personelle Ressourcen zur Umsetzung hat; das Projekt war ein Kraftakt. Der tatkräftige Einsatz einer ganzen Reihe aktiver Mitglieder und des Vorstandes ermöglichte die Verwirklichung in kurzer Bauzeit und ohne die Unterstützung einer ganzen Reihe von Sponsoren, vom Bezirk Oberpfalz über die Städte Sulzbach Rosenberg und Vilseck, der Gemeinde Edelsfeld, den örtlichen Banken und einer Vielzahl weiterer Helfer und Sponsoren aus Handel, Handwerk und Landwirtschaft wäre das Projekt nicht zu verwirklichen gewesen. Auch konnte Herr Titz bei der Umsetzung seiner Ideen auf den Rat einer Reihe von Institutionen und Fachleuten zurückgreifen.

Bereits im August und September konnten die ersten Probeführungen am Lehrpfad durch Projektleiter Titz erfolgen. Die Stadt Vilseck nutzte das Angebot im Rahmen ihres Ferienprogramms und Schulklassen haben im Wege einer Patenschaft den Bau und die Pflege von Wildbienenständen übernommen. Um der bereits jetzt bestehenden regen Nachfrage nach Führungen gerecht zu werden, ist Titz derzeit dabei, weitere Vereinsmitglieder zu kompetenten Führern auszubilden. Die Führung beginnt in Schönlind mit den Anfängen der Bienen vor 50 Millionen Jahren über das alte Ägypten, der Römerzeit, über die Zeitler im Mittelalter bis zum Thema Bienen und Kirche. Der Weg führt weiter durch den Themenbereich Hornissen bis zum Wildbienenpark, dem Hummelpfad und dem Thema Honigbienen. Der Lehrpfad endet am Bienenhaus in Eberhardshöhe. Durch die Themengliederung ergeben sich vielfältige Möglichkeiten bei Führungen von Gruppen der unterschiedlichen Altersstufen und der verschiedenen Interessen. Einmalig ist auch das Angebot an Schulen aller Alters- und Bildungsstufen. Der Bienenzuchtverein Edelsfeld stellt im Internet Schulungsunterlagen für Lehrkräfte zur Verfügung. Aufgaben, Lösungen sowie Informationsmaterial werden zum kostenlosen Herunterladen angeboten. Das gesamte Material ist eine wertvolle Ergänzung zu dem Lehrpfad.

Trotz der Fülle des Angebots ist Projektleiter Titz mit seien Ideen noch lange nicht am Ende. Bereits in Planung ist die Errichtung eines Original - Heideimkerstandes, eines sogenannten Bienenzaunes aus dem Jahr um 1900. Dem Besucher soll ein Einblick in die Korbimkerei vor 100 Jahren geboten werden. Ein zweites Wildbienenhotel wollen die Kinder der Lebenshilfe Amberg im Frühjahr 2009 einrichten und in der Folgezeit pflegen. Die Grundschule Königstein plant, einen Wildbienen-Blumengarten anzulegen. Geplant ist weiter eine Anpflanzung alter heimischer Apfelsorten im Wildbienenpark.
Weiter Informationen zu der im Umfang wohl einzigartigen Form eines Bienenlehrpfades sind im Internet unter Oberpfälzer-Bienenlehrpfad http://www.oberpfaelzer-bienenlehrpfad.de abzurufen.

Im Rahmen einer Sitzung der Bayerischen Imkervereinigung in Edelsfeld besichtigte der Vorstand der BIV den neu eröffneten Oberpfälzer Bienenlehrpfad des Bienenzuchtvereins Edelsfeld.

Im Bild v.l.n.r.: Manfred Weiss, Hans Auerochs, Hans Strehl und Jürgen Groß.

Im Bild v.l.n.r. : Alexander Titz, Konrad Müller, Hans Auerochs, Jürgen Groß, Hans Strehl und Manfred Weiss .

Edelsfeld im Oktober 2008
Konrad Müller
2. Schriftführer in der BIV
 

Erfolgreiche Nachwuchsarbeit im Bienenzuchtverein Edelsfeld


Im Dezember 2007 kann der Bienenzuchtverein Edelsfeld in der Oberpfalz auf 10 Jahre erfolgreiche Aufbauarbeit zurückblicken. Im Vergleich zu den meisten Imkervereinen in Deutschland und auch in Bayern sind die Edelsfelder ein recht junger Verein. Umso mehr kann der Bienenzuchtverein mit seinem ersten Vorsitzenden und Gründungsinitiator Hans Strehl stolz und zufrieden auf die beispielgebende Entwicklung dieser 10 Jahre zurückblicken. Und, was genauso wichtig ist, es deutet nichts darauf hin, dass diese Entwicklung, wenn auch naturgemäß etwas gebremst, nicht so weiter geht.
Natürlich waren in der Person von Hans Strehl bei der Gründung des Bienenzuchtvereins Edelsfeld ideale personelle Voraussetzungen vorhanden. Konnte er doch bei der Gründung auf 35 Jahre Erfahrung als Trainer und Ausbilder in der Jugendarbeit des örtlichen Sportvereins, des FC Edelsfeld, zurückgreifen. Diese Erfahrung spiegelt sich auch in der Erfolgsbilanz des Bienenzuchtvereins wieder: aktuell 297 Mitglieder, davon 112 aktive Imker mit eigenen Bienenvölkern und einem Altersdurchschnitt von 38 Jahren und das Alles im Zeitraum von 10 Jahren aufgebaut. Klar: ohne hohen zeitlichem Aufwand und persönlichen Einsatz sind solche Ergebnisse der Vereinsarbeit nicht erreichbar. Ein eigener Lehrbienenstand mit durchschnittlich 15 Bienenvölker, intensive Königinnenzucht, monatlich stattfindende Schulungsveranstaltungen für alle aktiven Imker, alljährliche Anfängerkurse, jeder neue Jungimker erhält zum Start kostenlos ein Bienenvolk und anschließend 2 - 3 Jahre Intensivbetreuung, das kostet viel Zeit und Kraft für die Verantwortlichen.
Nicht ohne Stolz demonstriert Hans Strehl und seine Mannschaft diesen Erfolg in der Öffentlichkeit. Jüngstes und aktuelles Beispiel dafür war das 125-jährige Gründungsjubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Großschönbrunn im Einzugsbereich des Bienenzuchtvereins. Der erste Vorstand Thomas Niebler und auch der Kassier Franz Luber der Feuerwehr sind selbst aktiver Imker und Mitglied des Bienenzuchtvereins. Der Festzug anlässlich des Jubiläums am 29.7.diesen Jahres konnte sich mit 97 Gruppen sehen lassen. Mit Abstand die größte Gruppe im Festzug war mit über 100 Teilnehmern der Bienenzuchtverein Edelsfeld. Stolz präsentierte sich denn auch der Großteil der Teilnehmer bei einem Gruppenfoto.
Alles in allem, ein gutes Beispiel, wie erfolgreiche Vereins- und Nachwuchsarbeit auch bei den Imkern aussehen kann.

Bayerische Imkervereinigung
2. Schriftführer Konrad Müller

 

 

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