Imkerverein Cadolsburg u. Umgebung

http://www.imker-cadolzburg.de.

 

Unsere Kulturlandschaft im Spagat zwischen Ökonomie und Ökologie.

Am 1. Februar fand in Cadolzburg ein Vortrag des Herrn Kuhn aus Veitshöchheim statt.

Der Imkerverein Cadolzburg und der Kreisverband Fürth des Bayerischen Bauernverbandes luden zu einem Informationsabend nach Cadolzburg zu dem Thema "Bereicherung von Fruchtfolge durch Blüh- und Wilddeckungsmischungen" ein. Konrad Müller, Vorsitzender des Imkervereins konnte ein überraschend breites Spektrum an Besuchern begrüßen. Kreisobmann Siegfried Tiefel und Vorstandsmitglied Johannes Strobl vom Bayerischen Bauernverband, der Leiter der Naturschutzbehörde am Landratsamt Fürth, Herr Leßmann, den Vorsitzenden im Bezirksverband Mittelfranken der Bayerischen Imkervereinigung Jürgen Groß, Vollerwerbslandwirte und Imker aus der Region sowie engagierte Naturschützer aus dem Landkreis waren in der gut besuchten Veranstaltung vertreten.

Johannes Strobl als Vertreter des BBV und Mitorganisator wies als Landwirt darauf hin, daß die Imkerei letztlich ein Teil der Landwirtschaft ist. Landwirte und Imker vertreten die gleichen Interessen. "Geht's den Bienen gut, haben Imker genug Honig und die Obst- und Ackerbauern eine ausreichende Bestäubungsleistung ohne die keine ausreichenden Erträge möglich sind". Deshalb ist es wichtig, sich mit Möglichkeiten der Verbesserung der Lebensverhältnisse der Bienen zu befassen. Durch das Entstehen von Biogasanlagen gibt es theoretisch die Möglichkeit der Verwertung von Blühpflanzenmischungen. Über die pflanzenbaulichen Rahmenbedingungen und die ökonomische Tragfähigkeit des entsprechenden Anbaues in der Praxis erhoffen sich die Veranstalter Aufschluss aus den Ausführungen des Referenten, Herrn Kuhn.

Der Referent des Abends, Landwirtschafts- und Gartenbaumeister Werner Kuhn ist in der Abt. Landespflege an der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim tätig. Er ist daneben selbst Landwirt, Jäger und dazu auch ein engagierter Naturschützer. Mit viel Sachverstand und persönlichen Einsatz ist er stets auf der Suche nach einem Ausgleich zwischen den notwendigen ökologischen und ökonomischen Gegebenheiten. Dabei hat er in den letzten Jahren etliche Projekte von der Forschung bis zur Umsetzung in die Praxis mitgestaltet. Landwirten und Jägern ist er aus zahlreichen Veröffentlichungen und Presseartikel bekannt. Projekte wie "Lebensraum Brache", "Mit Biotopverbund in die Kulturlandschaft des neuen Jahrtausends", der Entwicklung von Saatgutmischungen für Jäger und Imker und jüngstes Projekt "Energie aus Wildpflanzen" sind Bausteine seiner Arbeit.

In seinem Referat weißt er zunächst darauf hin daß unsere Kulturlandschaft ihre Eigenheiten erst durch die Bearbeitung der Landwirte erhalten hat und auch erhalten kann. Eindrucksvoll schildert er Lebensbedingungen von Flora und Fauna im heutigen Umfeld und den heutigen Zielkonflikten zwischen Ökonomie und Ökologie. Mit seiner reichen Erfahrung sieht er durchaus positive Möglichkeiten und Ansätze, auch bei nachwachsenden Rohstoffen und der Erzeugung alternativer Energie auf landwirtschaftlichen Flächen, die Anforderungen intensiver Landwirtschaft und der ökologischen Vielfalt in Flora und Fauna zu verbinden. Offen zeigt er den derzeitigen Stand der Forschung und Entwicklung von Blühpflanzenmischungen als Rohstoff für Biogasanlagen auf. Auch wenn diese zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Alternative z. B. für den Silomais als Energiepflanze darstellen, so zeigen die lfd. Versuchsergebnisse sehr positive Ansätze für die absehbare Zukunft. In der anschließenden Diskussion zwischen Landwirten, der Naturschutzbehörde und dem Referenten werden dann auch erste hoffnungsvolle Ansätze zur praktischen Umsetzung der Forschungsergebnisse diskutiert.

Für alle Beteiligten insgesamt eine gelungene Veranstaltung mit durchaus positiven Ansätzen.

Konrad Müller, Imkerverein Cadolzburg

 

Das neue Schuljahr 2010 / 2011

Die ARGE Schulimker im 6. Schuljahr ihres Bestehens

Neu: jetzt an der Mittelschule in Cadolzburg, entstanden aus der bisherigen Hauptschule Cadolzburg

Auch wenn sich am bewährten Rahmen der ARGE Schulimker und dem Inhalt wenig geändert hat, es gibt immer wieder Neues zu berichten: Waren es zu Beginn im Schuljahr 2004 / 2005 Schüler aus den 5. Und 6. Jahrgangsklassen die freiwillig einen Nachmittag für ihr Hobby, die Bienen, opferten, so sind es jetzt bereits im 2. Jahr Schüler der Ganztagsklassen, die sich im Rahmen eines Pflichtwahlfaches für die Imkerei entschieden haben. Zu Beginn des neuen Schuljahres trafen sich 9 neue Teilnehmer aus den sechsten Klassen zur Einführung am Lehrbienenstand im Schulgelände an der Breslauer Straße. Die Betreuer; v.l.n.r. Gerhard Abram, Sylvia Schuh, Konrad Müller und Kerstin Schober erläuterten den Schülern die Einrichtungen am Lehrbienenstand. Verhaltensregeln beim Umgang mit Bienen und Einblicke in die zurzeit 9 Bienenvölker rundeten den ersten Unterrichtstag der ARGE ab. Ideal: im Winterhalbjahr ruhen die Bienenvölker; das Bienenleben erwacht erst wieder, wenn im März die Tage länger und wärmer werden. Bis dahin ist die Zeit der ARGE ausgefüllt mit Materialpflege für das nächste Jahr, mit dem Herstellen von Bienenwachskerzen und der Vermittlung von Wissen um das Bienenvolk, dem Bien.

Konrad Müller Seeleite 12, 90556 Cadolzburg Telefon und Fax 09103 5100 eMail mueller-cadolzburg@t-online.de

 

Die Bayerische Imkervereinigung auf Erfolgskurs

Bei strahlendem Sonnenschein konnte der Bezirksverband Mittelfranken in der Bayerischen Imkervereinigung (BIV) am Sonntag, den 25.4. seinen alljährlichen Bienenmarkt abhalten. Der Bezirksvorsitzende, Imkermeister Jürgen Groß konnte 35 interessiert Imker am Lehrbienenstand des Imkervereins Fürth-Burgfarrnbach im Zennwald begrüßen.
Jürgen Groß konnte für den Bezirk Mittelfranken erfreuliche Entwicklungszahlen vortragen. In der Mehrzahl der angeschlossenen Imkervereine zeigt der Einsatz in der Nachwuchsarbeit Früchte.

So konnte Groß im Rahmen der Veranstaltung auch das 1.000 ste Mitglied im Bezirksverband Mittelfranken begrüßen. Dr. Peter Krämer aus Cadolzburg hat sich bereits im Jahr 2009 die Grundkenntnisse der Imkerei in einem Kurs im Imkerverein Cadolzburg erworben. Der Einstieg in die eigene Imkerei und sein erstes, eigenes Bienenvolk waren jetzt Anlass die Mitgliedschaft im örtlichen Imkerverein zu erwerben. Dem Bezirksverband war ihr 1.000 Mitglied Anlass, Peter Krämer mit der Überlassung eines weiteren Bienenvolks willkommen zu heißen.

 

Die Schulimkerei der Hauptschule Cadolzburg startet als Pflichtwahlfach im Sept. 2009 in das 6. Schuljahr seit der Gründung.

Während einer Schulstunde im Freien sein? Normalerweise geht das nur im Sportunterricht. Anders für zwölf Schülerinnen und Schüler aus den fünften Klassen der Cadolzburger Hauptschule. "Ich freue mich immer auf den Mittwoch, wenn wir endlich wieder zu den Bienen gehen", schwärmt eine Schülerin und erzählt davon, wie sie im Inneren des Bienenstocks jedes Mal neue interessante Kleinigkeiten entdeckt. "Zuerst hatte ich schon Angst, dass sie stechen", gesteht eine weitere Schülerin. Mittlerweile aber traut sich das Mädchen schon ohne den Schutzschleier an die geöffneten Bienenstöcke heran und greift tatkräftig mit zu. Das war im Jahr 2005, unmittelbar nach dem Start der ARGE Schulimker; einer Initiative von Hauptschule Cadolzburg und dem örtlichen Imkerverein.

Bis zum Schuljahr 2007 / 2008 opferten interessierte Schüler aus den Jahrgangstufen fünf und sechs jeweils einen Nachmittag in der Woche um ihre sechs bis acht Bienenvölker zu betreuen. Mit Beginn des Schuljahres 2008 / 2009 wurde in Cadolzburg als Pilotprojekt für eine fünfte Klasse ein Ganztagesangebot eingeführt. Die Imker waren von Beginn an mit dem Pflicht-Wahlfach Imkerei dabei. Das Ganztagesangebot der Hauptschule hat sich als voller Erfolg bewährt. Im Sept 2009 konnte sowohl eine weitere fünfte Ganztagesklasse und die Fortführung der jetzt sechsten Klasse an den Start gehen. Mit dabei ist die ARGE Schulimker mit derzeit 10 Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Pflichtwahlfaches Imkerei.

Den Jahreslauf eines Bienenvolkes zu begleiten ist in der Arbeit mit derzeit acht Völkern für die Schüler sehr spannend. Die Imker aus dem Imkerverein Cadolzburg, drei bis vier an der Zahl, welche das Projekt leiten und betreuen, sind immer wieder aufs Neue überrascht, mit welchem Eifer die Schülerinnen und Schüler bei der Sache sind.
Im Übrigen: Stolz sind wir auf den 2. Platz im Wettbewerb "Beispielhafte Imkernachwuchsarbeit" des Bay. Staatministerium für Landwirtschaft und Forsten im Jahr 2006.

Autor: Konrad Müller, Seeleite 12, 90556 Cadolzburg, Tel./Fax: 09103/5100, eMail mueller-cadolzburg@t-online.de

 

 

zurück zurück