Imkerverein Cadolsburg u. Umgebung |
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Der Imkerverein Cadolzburg und der Kreisverband Fürth des Bayerischen Bauernverbandes luden zu einem Informationsabend nach Cadolzburg zu dem Thema "Bereicherung von Fruchtfolge durch Blüh- und Wilddeckungsmischungen" ein. Konrad Müller, Vorsitzender des Imkervereins konnte ein überraschend breites Spektrum an Besuchern begrüßen. Kreisobmann Siegfried Tiefel und Vorstandsmitglied Johannes Strobl vom Bayerischen Bauernverband, der Leiter der Naturschutzbehörde am Landratsamt Fürth, Herr Leßmann, den Vorsitzenden im Bezirksverband Mittelfranken der Bayerischen Imkervereinigung Jürgen Groß, Vollerwerbslandwirte und Imker aus der Region sowie engagierte Naturschützer aus dem Landkreis waren in der gut besuchten Veranstaltung vertreten.
Johannes Strobl als Vertreter des BBV und Mitorganisator wies als Landwirt darauf hin, daß die Imkerei letztlich ein Teil der Landwirtschaft ist. Landwirte und Imker vertreten die gleichen Interessen. "Geht's den Bienen gut, haben Imker genug Honig und die Obst- und Ackerbauern eine ausreichende Bestäubungsleistung ohne die keine ausreichenden Erträge möglich sind". Deshalb ist es wichtig, sich mit Möglichkeiten der Verbesserung der Lebensverhältnisse der Bienen zu befassen. Durch das Entstehen von Biogasanlagen gibt es theoretisch die Möglichkeit der Verwertung von Blühpflanzenmischungen. Über die pflanzenbaulichen Rahmenbedingungen und die ökonomische Tragfähigkeit des entsprechenden Anbaues in der Praxis erhoffen sich die Veranstalter Aufschluss aus den Ausführungen des Referenten, Herrn Kuhn.
Der Referent des Abends, Landwirtschafts- und Gartenbaumeister Werner Kuhn ist in der Abt. Landespflege an der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim tätig. Er ist daneben selbst Landwirt, Jäger und dazu auch ein engagierter Naturschützer. Mit viel Sachverstand und persönlichen Einsatz ist er stets auf der Suche nach einem Ausgleich zwischen den notwendigen ökologischen und ökonomischen Gegebenheiten. Dabei hat er in den letzten Jahren etliche Projekte von der Forschung bis zur Umsetzung in die Praxis mitgestaltet. Landwirten und Jägern ist er aus zahlreichen Veröffentlichungen und Presseartikel bekannt. Projekte wie "Lebensraum Brache", "Mit Biotopverbund in die Kulturlandschaft des neuen Jahrtausends", der Entwicklung von Saatgutmischungen für Jäger und Imker und jüngstes Projekt "Energie aus Wildpflanzen" sind Bausteine seiner Arbeit.
In seinem Referat weißt er zunächst darauf hin daß unsere Kulturlandschaft ihre Eigenheiten erst durch die Bearbeitung der Landwirte erhalten hat und auch erhalten kann. Eindrucksvoll schildert er Lebensbedingungen von Flora und Fauna im heutigen Umfeld und den heutigen Zielkonflikten zwischen Ökonomie und Ökologie. Mit seiner reichen Erfahrung sieht er durchaus positive Möglichkeiten und Ansätze, auch bei nachwachsenden Rohstoffen und der Erzeugung alternativer Energie auf landwirtschaftlichen Flächen, die Anforderungen intensiver Landwirtschaft und der ökologischen Vielfalt in Flora und Fauna zu verbinden. Offen zeigt er den derzeitigen Stand der Forschung und Entwicklung von Blühpflanzenmischungen als Rohstoff für Biogasanlagen auf. Auch wenn diese zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Alternative z. B. für den Silomais als Energiepflanze darstellen, so zeigen die lfd. Versuchsergebnisse sehr positive Ansätze für die absehbare Zukunft. In der anschließenden Diskussion zwischen Landwirten, der Naturschutzbehörde und dem Referenten werden dann auch erste hoffnungsvolle Ansätze zur praktischen Umsetzung der Forschungsergebnisse diskutiert.
Für alle Beteiligten insgesamt eine gelungene Veranstaltung mit durchaus positiven Ansätzen.
Konrad Müller, Imkerverein Cadolzburg

Konrad Müller Seeleite 12, 90556 Cadolzburg Telefon und Fax 09103 5100
Bei strahlendem Sonnenschein konnte der Bezirksverband Mittelfranken in der Bayerischen Imkervereinigung (BIV) am Sonntag, den 25.4.
seinen alljährlichen Bienenmarkt abhalten. Der Bezirksvorsitzende, Imkermeister Jürgen Groß konnte 35 interessiert Imker am
Lehrbienenstand des Imkervereins Fürth-Burgfarrnbach im Zennwald begrüßen.
Jürgen Groß konnte für den Bezirk Mittelfranken erfreuliche Entwicklungszahlen vortragen. In der Mehrzahl der angeschlossenen Imkervereine
zeigt der Einsatz in der Nachwuchsarbeit Früchte.


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