Jahreshauptversammlung 2011

 

Die Jahreshauptversammlung 2011 der BIV
Im Rückblick und im Ausblick mit Erfolg und Zuversicht

Leinburg, ein beschaulicher Ort im Nürnberger Land, östlich von Nürnberg, beherbergt den rührigen Imkerverein Leinburg. Stolz kann der langjährige Vorsitzende Konrad Beck mit seinen Imkern in diesem Jahr auf 100 Jahre Imkerverein Leinburg zurückblicken. In einer Reihe von Veranstaltungen würdigt der Verein sein Jubiläum. Bereits im April war Leinburg Ausrichter des alljährlichen Bienenmarktes des Bezirks Mittelfranken in der BIV. Neben örtlichen und vereinsinternen Veranstaltungen war die Jahreshauptversammlung der Bayerischen Imkervereinigung, der BIV, ein weiterer Höhepunkt im Jubiläumsjahr. Konrad Beck konnte dazu eine Reihe von Gästen begrüßen.

V.l.n.r.: Konrad Beck, Ministerialrat Hans Klein aus dem Ministerium für Landwirtschaft und Forsten, Dr. Friedgard Schaper, Leiterin des Fachzentrums Bienen an der Landesanstalt für Wein-und Gartenbau in Veitshöchheim, Veronika Stengl, die Honigkönigin der BIV und Hans Strehl, Vorsitzender der BIV.

Gut besucht war die diesjährige Hauptversammlung der BIV in ihrem 51. Jahr des Bestehens in Leinburg, im Saal der Gastwirtschaft " Zum Goldenen Hirschen".

Traditionell ehrt die BIV in ihrer Hauptversammlung Imker, die sich mit herausragenden Leistungen an der alljährlichen Honigprämierung beteiligen. In diesem Jahr konnten erstmals 6 Teilnehmer das Spitzenergebnis erzielen und wurden mit Gold 1A, dem höchsten Wert der Prämierung ausgezeichnet. V.l.n.r.: Honigobmann und Prüfer Ernst Pickelmann, 1. Vors. Hans Strehl und die Preisträger Josef Wankerl, Martin Nikolaus, Sebastian Petersamer und Matthias Schönberger (nicht anwesend G. Däumler).

Auf ein gutes Bienenjahr und ein erfolgreiches Wirken der BIV konnte der 1. Vors. Hans Strehl in der Jahreshauptversammlung 2011 zurückblicken. Allein 269 Probeimker konnten in Vereinen der BIV im Jahr 2010 mit den Geheimnissen des Bienenlebens vertraut gemacht werden und so kann die BIV stolz auf weiter steigende Mitgliederzahlen zurückblicken. Damit verbunden ist aber auch ein kräftiger Strukturwandel in der Imkerschaft, in den Vereinen und in dem Verband; eine Herausforderung für alle. Auch der für Mittel- und Unterfranken zuständige Fachberater, Gerhard Müller-Engler wies in seinem Grußwort auf diese neuen Herausforderungen hin. Gerade die BIV hat mit ihren bestehenden Verbandsstrukturen große Vorteile, auf diese Herausforderungen zu reagieren.
Hans Strehl erinnerte die Delegierten aber auch an die Versammlung im nächsten Jahr, am 15.9.2012 in Edelsfeld. Eine Verjüngung im Vorstand steht an. Neu zu wählen sind dort ein erster Vorsitzenden, ein zweiter Schriftführer und ein Obmann für Versicherungen. Zeit also für die Vereinsvorsitzenden, sich über mögliche Kandidaten Gedanken zu machen.
Das langjährigen, erfolgreiches Wirken als zweiter und seit 7 Jahren als erster Vorsitzender in der BIV würdigten die Vorstandskollegen von Hans Strehl mit der Auszeichnung durch die Armbrustermedaille in Silber. V.l.n.r.: 2. Schriftführer Konrad Müller, 2. Vorsitzender Jürgen Groß, 1. Vors. Hans Strehl und 1. Schriftführer Manfred Weiss.

Frau Dr. Friedgard Schaper, langjährige Leiterin des Fachzentrums Bienen an der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim ist ein beständiger Ehrengast an den Jahreshauptversammlungen der BIV. In diesem Jahr kündigte Frau Dr. Schaper ihren Eintritt in den Vorruhestand zum 1. Januar 2012 an. Spontan verabschiedenden sich mit der Überreichung einer Orchidee die beiden Vorstände der BIV. V.l.n.r.: Jürgen Groß, Dr. Friedgard Schaper und Hans Strehl.

 

Nachlese zum Verbandstag der Bayerischen Imkervereinigung am 23.10.2010 in Fürth.

Im Jahr 1960 wurde die BIV in Fürth gegründet. Das 50-jährige Jubiläum war Anlass, die Tagung am Gründungsort Fürth abzuhalten.

Erfreut zeigte sich der geschäftsführende erste Vorstand Hans Strehl über den guten Besuch. Neben zahlreichen Delegierten und Mitgliedern der BIV konnte Hans Strehl den Ehrenvorsitzenden der BIV Gabriel Ihler begrüßen. Ebenso begrüßte er die weiteren Ehrengäste, Ministerialrat Hans Klein aus dem Bay. Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten, Frau Dr. Friedgard Schaper und den Fachberater Gerhard Müller-Engler vom Fachzentrum Bienen in der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau sowie den ersten Vorsitzenden des Verbandes Bayerischer Bienenzüchter, Franz Vollmeier mit seinen Kollegen, den Herren Niedermaier, Kaufmann und Wolfgang Kusche.

In seinem Geschäftsbericht würdigte Strehl die Leistungen der BIV in den vergangenen Jahren. Insbesondere die erfreulichen Mitgliederzuwächse der letzten Jahre sind ein stolzes Ergebnis. So sind in der BIV derzeit rd. 2.900 Mitglieder in 80 Ortsvereinen registriert. Allein in 2009 konnte ein Zuwachs von 120 Mitgliedern vermerkt werden. Mit zunehmender Tendenz gewinnt dabei das Angebot " Imkern auf Probe" in den Ortsvereinen an Bedeutung. Von 39 Teilnehmern in 2009 stieg die Zahl der Teilnehmer auf 212 im Jahr 2010. Derzeit werden in der BIV rd. 17.000 Bienenvölker betreut. Die durchschnittlich bei den Mitgliedern gehaltene Völkerzahl sank in den letzten Jahren kontinuierlich von 10 auf 8 Völker. Sorge bereitet den Imkern insbesondere auch der Strukturwandel in der Landwirtschaft mit der rasanten Zunahme von Monokulturen. Strehl appellierte an den Vertreter der Staatsregierung, Herrn Klein, sich vor allem um die Aufrechterhaltung der Zuschüsse und Fördermaßnahmen in der Jungimker-Ausbildung und deren Förderung einzusetzen.

Die Berichte von Schriftführer, Kassier und Kassenprüfer zeigen bei sparsamer Kassenführung ein erfreuliches Bild in der Entwicklung der BIV. Verbesserungen bei den Gewährstreifen mit Betonung der Regionalen Herkunft des Honigs, eine Neufassung der Qualitätsrichtlinien Honig und ein neuer Flyer zur Nachwuchswerbung in den Vereinen zeugen für die aktive Verbandsarbeit. Die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte denn auch einstimmig.

Ministerialrat Klein überbrachte die Grüße des Ministeriums und die Glückwünsche zum 50igsten Geburtstag der BIV. Er berichtet über die erfreuliche Entwicklung aus dem Bereich der Nachwuchsförderung für Jungimkern und dem Förderbereich an Bayerischen Schulen und hofft, dass dieser Trend anhält. Erfreulich auch die Zunahme von Fördermaßnahmen aus dem Kulap, die Trachtsituation im Sommer durch die Ansaat von Blühflächen zu verbessern.

Frau Dr. Schapper nimmt die Gratulation zum 50.igsten Geburtstag zum Anlass, 50 Jahre Entwicklung im bayerischen Imkerwesen Revue passieren zu lassen. Der anwesenden nordbayerischen Honigkönigin, Veronika Stengel überreicht sie als Gastgeschenk ihr Buch "Kochen mit Honig".

Fachberater Gerhard Müller-Engler bedankt sich vor allem für die gute Zusammenarbeit in seinem Bereich Mittel- und Unterfranken bei der Aus- und Weiterbildung in den Vereinen.

Der Vorsitzende des Verbandes Bayerischer Bienenzüchter, Franz Vollmaier überbringt die Grüße und Geburtstagswünsche des VBB und bringt seine Hoffnung auf eine weitere gute und fruchtbare Zusammenarbeit mit der BIV zum Ausdruck.

Nach der Mittagspause, zu der die Edelsfelder Kirwa-Musikanten unterhielten eröffnet Strehl die Jubiläumsfeier 50 Jahre BIV und begrüßt die hinzugekommenen Ehrengäste.

Der Bezirkstagspräsident für Mittelfranken, Herr Richard Bartsch hat freundlicher Weise die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen. In seinem Grußwort stellt er vor allem die Ldw. Lehranstalten Triesdorf, eine Einrichtung des Bezirks, die weit über Mittelfranken hinaus für Forschung und Ausbildung in der Landwirtschaft und Ernährung Bedeutung hat, heraus.

Der Oberbürgermeister der gastgebenden Stadt Fürth, Dr. Thomas Jung bringt in seinem Grußwort seine Freude zum Ausdruck, daß die BIV ihr Jubiläum am Ort ihrer Gründung begeht.

Ein weiteres Grußwort überbringt MdL Horst Arnold aus Fürth, der im Landtag Mitglied des Ausschusses für Landwirtschaft und Forsten ist. Er bringt vor allem seine Sorge über die starke Zunahme von Biogasanlagen und der damit verbundenen Ausweitung des Maisanbaues zum Ausdruck. Für die Imker sicher ein weiterer negativer Punkt hin zur ökologischen Verarmung unserer Kulturlandschaft.

Veronika Stengel aus Edelsfeld würdigt in ihrem Prolog als Honigkönigin in der BIV die Arbeit der Imker und die Bedeutung der Bienen als Honigerzeuger und Bestäuber in der Natur.

Die Vorsitzenden Strehl und Groß zeichnen verdiente Mitglieder in der BIV aus.

Wolfgang Kusche, Ehrenimkermeister und Fachwart hat sich über Jahrzehnte in der BIV und dem VBB Verdienste um die Bienenzucht erworben. Mit der Verleihung der Goldenen Biene würdigt Hans Strehl seine Verdienste. Zum Dank für sein langjähriges Engagement überreicht Strehl als Erinnerung einen Ehrenteller mit dem Motiv des hl. Ambrosius.

Franz Wenig, langjähriger Bezirksvorsitzender von Oberfranken und 1. Vorstand im Imkerverein Weidenberg hat als Fachwart und mit seiner Arbeit im Verband über lange Jahre Aufbauarbeit für seine Imker und den Verband geleistet. Mit der Ernennung zum Ehrenimkermeister würdigt die BIV seine Arbeit.

Franz Stich, langjähriger Vorstand im Imkerverein Burgfarrnbach hat sich um die Schaffung eines Lehrbienenstandes in Burgfarrnbach Verdienste erworben die mit der Verleihung der Armbrustermedaille in Gold ihre Anerkennung finden.

Konrad Müller, Vorstand im Imkerverein Cadolzburg, 2. Schriftführer in der BIV und Obmann für Ehrungen in der BIV, sowie Schriftführer im Bezirk Mfr. wird für seine Arbeit in der BIV und seine Tätigkeit in der Ausbildung von Jungimkern mit der Armbrustermedaille in Silber ausgezeichnet.

Hans Strehl verweist im Weiteren auf die Festschrift "50 Jahre BIV, 1960 - 2010, - Tot gesagte leben länger", welche durch den Verfasser Konrad Müller vorgestellt wird.

Der Festvortrag von Professor Dr. Jürgen Tautz zum Thema "Phänomen Honigbiene" beschließt den Verbandstag 2010.

Konrad Müller, 2. Schriftführer in der BIV

 

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